Wie in meinem letzten Blogartikel angesprochen, werden vermeintliche Kundenrezensionen gefälscht. Weitere Nachforschungen im Netz erhärteten den Verdacht der Manipulation. Weder die bewertende Person noch das betreffende Gewerbe sind am Recherchetag im Internet vertreten. Keine Webseite, kein Branchenbucheintrag. Selbst wenn die unternehmerischen Aktivitäten niedergelegt wurden, müssten Spuren der Webpräsenz aufzufinden sein. In vier von vier Fällen war dies nicht der Fall! Es handelt sich folglich um Fake-Bewertungen!

Erfahrungsgemäß wurden diese Rezensionen vom Management des Anbieters erfunden und als Kaufreizanheizer ins Netz gestellt.

Nun kann man folgende Reaktionstheorie aufstellen:

Im Idealfall kaufen 2 von 10 Kunden sofort.
Das wäre eine Erfolgsquote von 20%.

7 nehmen die Information zwar auf, vergleichen den Anbieter jedoch mit dem Wettbewerb.
Das Angebot bleibt im Hinterkopf der Kauf wird eventuell später getätigt.

Einer bemerkt den Schwindel.
Das ist im ersten Augenblick nicht verheerend.  

Doch ist dies ein Skeptiker, der sich „nicht über den Tisch ziehen lässt“ und nachforscht, besteht die Gefahr, dass er diese Erkenntnis über den Anbieter (aus Verärgerung oder als Erfolgserlebnis) an andere potenzielle Kunden weitergibt.

Auch für den Wettbewerb ist Manipulation „ein gefundenes Fressen“.

Wer der Meinung ist, dass die Konkurrenz schläft, irrt. Im Rahmen von Wettbewerbsbeobachtungen und der Suche nach Ideen, die das eigene Angebotsportfolio erweitern, fallen Manipulationen auf. Dies kann als Argument gegen den Wettbewerb verwendet werden.

Der aktuelle VW-Abgasskandal zeigt uns, dass Beeinflussungen durch Manipulation im ersten Moment die Türe zum Markt öffnet, jedoch im Nachhinein viele verschließt.

Fazit:
Wer sich auf Tatsachen beruht und diese vernünftig darstellt, wächst zwar langsamer, aber dafür solider.

Ehrlich währt am längsten!

Schlechte Bewertungen beherrschen das Internet. Zufriedene Kunden benötigen keinen Frustabbau und bewerten Unternehmen daher seltener.

Sprechen Sie Ihre Kunden an und fragen, ob Sie Ihre Erfahrungen anderen Interessenten mitteilen möchten. Bei der Gelegenheit kann man sich auch bei Kunden vergangener Aufträge in Erinnerung rufen und diese über Neuigkeiten des Unternehmens informieren.

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